Reiseprogramm
Tag 1: Einschiffung in Puerto Madryn - Leinen los in Patagonien
Ihre Reise beginnt an den weiten Küsten Patagoniens. Puerto Madryn liegt am geschützten Golfo Nuevo in der argentinischen Provinz Chubut und gilt als eines der bedeutendsten Tore zur faszinierenden Tierwelt Patagoniens. Schon bei der Anreise eröffnet sich Ihnen der Blick auf die endlose Weite der kargen Landschaft und das tiefblaue Wasser des Südatlantiks. Die lebendige Hafenstadt ist von einsamen Küsten, weitläufigen Steppen und einzigartigen Naturschutzgebieten umgeben. Am Nachmittag gehen Sie in Puerto Madryn an Bord Ihres Expeditionsschiffes und nehmen Kurs auf die Falklandinseln. Während das Schiff den geschützten Golfo Nuevo verlässt und dem offenen Atlantik entgegensteuert, gleitet die patagonische Küste langsam am Horizont davon. Die Bucht ist weltbekannt für ihre Südlichen Glattwale, die sogenannten „Southern Right Whales“. Mit etwas Glück können Sie diese eindrucksvollen Meeressäuger bereits zu Beginn Ihrer Reise beobachten.Umgeben von der Weite des Ozeans verabschieden Sie sich nach und nach von der Zivilisation. Genießen Sie an Deck das letzte warme Licht des Tages und die frische Meeresluft – ein verheißungsvoller Auftakt zu den bevorstehenden Abenteuern in den entlegenen Regionen des Südens.
Tag 2-3: Über den Südatlantik – Kurs auf die Falklandinseln
In den nächsten zwei Tagen führt Sie Ihre Reise über die Weiten des Südatlantiks den faszinierenden Falklandinseln entgegen. Während die Küste Patagoniens allmählich hinter dem Horizont verschwindet, eröffnet sich Ihnen der Blick auf die endlose Weite des Ozeans. Nutzen Sie die beiden Seetage, um sich mit dem Schiff vertraut zu machen, die ersten Vorträge des Expeditionsteams zu besuchen und sich auf die bevorstehenden Erlebnisse einzustimmen. Schon während der Überfahrt bieten sich gute Gelegenheiten, die faszinierende Tierwelt des Südatlantiks zu beobachten. Halten Sie an Deck Ausschau nach eindrucksvollen Seevögeln wie Albatrossen, Sturmschwalben, Sturmtauchern und Tauchsturmvögeln, die das Schiff elegant über den Wellen begleiten. Mit etwas Glück zeigen sich auch die ersten Meeressäuger. Es ist der perfekte Moment, um innezuhalten und sich auf das zu freuen, was Sie in den kommenden Tagen erwartet: unvergessliche Naturerlebnisse und außergewöhnliche Fotomotive.
Tag 4: Willkommen im Paradies der Pinguine und Albatrosse
Heute erreichen Sie die malerischen Falklandinseln (Malvinas) – ein faszinierendes Kleinod im Südmeer, das vielen vor allem durch den Konflikt zwischen Großbritannien und Argentinien im Jahr 1982 bekannt ist. Abseits seiner bewegten Geschichte begeistert das Archipel mit ursprünglichen Landschaften und einer außergewöhnlich reichen Tierwelt. Zahlreiche Vögel lassen sich hier in ihrem natürlichen Lebensraum aus respektvoller Nähe beobachten und fotografieren. In den umliegenden Gewässern können mit etwas Glück zudem Peale-Delfine, auch Schwarzkinndelfine genannt, und die markant gezeichneten Commerson-Delfine gesichtet werden. Welche Inseln Sie heute erkunden, richtet sich nach den aktuellen Wetter- und Seebedingungen. Wind, Wellen und die örtlichen Gegebenheiten bestimmen den Verlauf der Expedition und machen jede Anlandung zu einem einzigartigen Erlebnis. Zu den möglichen Zielen zählen Steeple Jason, Carcass Island und Saunders Island.
Steeple Jason ist eine wilde, abgeschiedene und nur selten besuchte Insel, die den Kräften des Südatlantiks nahezu ungeschützt ausgesetzt ist. Hier befindet sich die größte Kolonie von Schwarzbrauenalbatrossen weltweit: Rund 113.000 dieser eindrucksvollen Vögel bevölkern die Insel. Zwischen den Albatrossen brüten außerdem Südliche Felsenpinguine und Königskormorane, wodurch sich außergewöhnliche Möglichkeiten bieten, mehrere charakteristische Vogelarten der Falklandinseln an einem Ort zu beobachten. Ihre eleganten Flüge über den schroffen Küsten und dem aufgewühlten Meer eröffnen faszinierende Perspektiven für spektakuläre Naturaufnahmen. Eine Anlandung ist jedoch nur bei geeigneten Wetter- und Seebedingungen möglich.
Carcass Island empfängt Sie mit sanften Hügellandschaften, weißen Sandstränden und üppigem Tussockgras. Trotz ihres ungewöhnlichen Namens ist die Insel frei von eingeschleppten Nagetieren, wodurch sich hier eine bemerkenswert vielfältige Vogelwelt erhalten konnte. Neben Magellan- und Eselspinguinen leben zahlreiche Wat- und Sperlingsvögel auf der Insel. Besonders reizvolle Beobachtungen ermöglichen der endemische Cobbs-Zaunkönig und der charakteristische Tussock-Vogel. In dieser weitgehend unberührten Umgebung können Sie die Tiere behutsam aus nächster Nähe erleben und fotografieren.
Auch Saunders Island ist ein wahres Paradies für Natur- und Fotografiebegeisterte. Schwarzbrauenalbatrosse ziehen majestätisch durch die Lüfte und sorgen bei ihren mitunter etwas schwerfälligen Landungen für eindrucksvolle und lebendige Fotomotive. Ihre Brutplätze teilen sie sich mit Königskormoranen und Felsenpinguinen. Darüber hinaus sind auf der Insel Königs-, Magellan- und Eselspinguine anzutreffen, sodass sich Ihnen eine außergewöhnliche Vielfalt an Beobachtungs- und Fotomöglichkeiten bietet. Zwischen steilen Klippen, grünen Hügeln, einsamen Stränden und dem tiefblauen Südatlantik entstehen immer neue Perspektiven. Halten Sie sowohl intime Tierporträts als auch weitläufige Landschaftsaufnahmen fest und lassen Sie sich von der Ursprünglichkeit der Falklandinseln in den Bann ziehen. Dieser erste Expeditionstag im Archipel verspricht unvergessliche Begegnungen und eindrucksvolle Bilder einer abgelegenen Wildnis, deren faszinierende Tierwelt sich Ihnen auf besonders unmittelbare Weise offenbart.
Ein besonderer Höhepunkt für Fotografie-Enthusiasten sind die eindrucksvollen Kolonien der Königspinguine und Eselspinguine. Ihre auffälligen Farben, das soziale Verhalten und die abwechslungsreichen Kulissen aus Sandstränden, grünen Hügeln und Felsen bieten eine Fülle an kreativen Möglichkeiten für außergewöhnliche Bilder. Die harmonische Mischung aus majestätischer Eleganz der Königspinguine und der verspielten Neugier der Eselspinguine erlaubt es Ihnen, eine vielschichtige Bild-Collage zu erstellen, welche die Vielfalt des Lebens auf den Falklandinseln einfängt.
Tag 5: Port Stanley: ein Hauch von Geschichte und Kultur im Herzen der Falklands
Der vierte Tag Ihrer Reise führt Sie in die charmante Hauptstadt der Falklandinseln: Port Stanley. Hier treffen sich südamerikanische Einflüsse mit dem altenglischen Flair der viktorianischen Zeit – eine faszinierende Mischung, die den Charme dieses kleinen, aber lebendigen Ortes ausmacht. Die bunten Häuser, die gepflegten Gärten und die traditionellen englischen Pubs vermitteln eine Atmosphäre, die an eine andere Zeit erinnert. Beim Bummeln durch die Straßen können Sie das einzigartige Flair der Inseln in vollen Zügen genießen, während Sie immer wieder den Blick auf das tiefblaue Meer erhaschen, das die Stadt umgibt. Ein besonderes Highlight sind die jahrhundertealten Schiffswracks, die in der Umgebung verstreut liegen. Diese stillen Zeugen vergangener Zeiten erzählen von den gefahrvollen Seefahrten des 19. Jahrhunderts und dem mutigen Überlebenskampf der Seeleute. Sie sind ein faszinierender Anblick und eine Erinnerung an die Herausforderungen, die das Leben auf den Inseln mit sich brachte.
Ein weiteres „Muss“ ist ein Besuch des Falklandinsel-Museums, das Ihnen einen tiefen Einblick in die bewegte Geschichte der Inseln gibt. Von den ersten Siedlungen bis hin zum Falklandkrieg – das Museum ist ein Ort, der sowohl Geschichtsinteressierte als auch Neugierige begeistert. Nach Ihrem Museumsbesuch können Sie Port Stanley auf eigene Faust weiter erkunden. Mit nur etwa 2.100 Einwohnern ist die Hauptstadt ein gemütlicher Ort, der Ihnen Raum gibt, das Leben der Insulaner zu beobachten und zu erleben, wie sich Tradition und moderne Einflüsse hier wunderbar vereinen. Dieser Tag bietet Ihnen eine perfekte Gelegenheit, mehr über die Falklands zu erfahren und das Inselgefühl in all seinen Facetten aufzusaugen.
Tag 6-7: Der faszinierende Übergang in die antarktische Welt
Die nächsten zwei Tage unserer Reise sind dem weiteren Schiffsausflug gewidmet, der uns auf das weite, ungezähmte Meer hinausführt. Auf dem Weg nach Südgeorgien erleben wir ein faszinierendes Naturphänomen, das Sie in Staunen versetzen wird. Wir überqueren die „Antarktische Konvergenz“, jene unsichtbare Linie, die den Übergang zwischen den gemäßigten Gewässern und der kalten, nährstoffreichen Antarktis markiert. Innerhalb weniger Stunden spüren wir die Veränderung in der Luft: die Temperaturen sinken merklich und die Wasseroberfläche verwandelt sich in ein lebendiges Schauspiel der Natur. Die Kollision der warmen, südlichen Wassermassen mit den eisigen Strömen der Antarktis sorgt dafür, dass nährstoffreiches Wasser an die Oberfläche steigt und einen wahren Festschmaus für die Tierwelt bietet. Genau in diesem Moment kommen die Seevögel in Scharen.
Zahlreiche Arten, von majestätischen Albatrossen bis hin zu verspielten Sturmtauchern, Sturmvögeln und Walvögeln, segeln mit Leichtigkeit und Eleganz über das Meer. Neugierige Skuas, die uns manchmal näherkommen, runden das beeindruckende Bild ab. Inmitten dieser atemberaubenden Szenerie werden Sie Gelegenheit haben, die faszinierenden Tiere in unmittelbarer Nähe zu beobachten und mit Ihrer Kamera festzuhalten – ein wahres Paradies für Vogelfotografen. Der Anblick der fliegenden Albatrosse, die kraftvoll und nahezu lautlos durch den Wind gleiten, wird Ihnen lange in Erinnerung bleiben. Während wir weiter auf Südgeorgien zusteuern, haben Sie Zeit, die majestätische Weite des Ozeans zu genießen und sich auf die unberührte Wildnis vorzubereiten, die uns in den kommenden Tagen erwartet. Ein Tag auf See, der sowohl fotografisch als auch für die Seele ein wahres Erlebnis ist.
Tag 8-11: Südgeorgien: im Reich der Pinguine und Robben
Mit Südgeorgien erreichen wir eines der faszinierendsten Naturparadiese der Erde. Hier erwarten uns atemberaubende Landschaften, die durch die unberechenbaren Wetterbedingungen immer wieder in ein neues Licht getaucht werden. Die kommenden Tage bieten Ihnen die Gelegenheit, tief in die Geschichte und wilde Schönheit dieser abgelegenen Inselwelt einzutauchen, wobei das Wetter oft das Tempo vorgibt und uns zu unvergesslichen Erlebnissen führt. Eine der schönsten Buchten Südgeorgiens, wo der Fortuna-Gletscher ins Meer mündet und die gesamte Umgebung von der kraftvollen Natur durchzogen wird: die Fortuna Bay. Inmitten dieses beeindruckenden Panoramas tummeln sich unzählige Königspinguine und Robben.
Für Fotografen eröffnet sich hier eine wahre Schatzkammer an Motiven: Die tiefhängenden Wolken und die sich ständig verändernde Lichtsituation schaffen eindrucksvolle Stimmungen, die jede Aufnahme einzigartig machen. Besonders faszinierend sind die Nahaufnahmen der Königspinguine, die mit ihrem leuchtend gelben Gefieder beeindruckende Farbakzente in der sonst oft kargen Umgebung setzen. Auch die neugierigen Pelzrobben bieten hervorragende Gelegenheiten für dynamische Tierporträts. Durch das wechselhafte Wetter entstehen ständig neue Fotomöglichkeiten – sei es das warme, goldene Licht der tiefstehenden Sonne oder dramatische Szenen in Nebel und Regen. Fortuna Bay ist somit ein Paradies für Naturfotografen, die das wilde Herz Südgeorgiens in beeindruckenden Bildern festhalten möchten.
Die Möglichkeit, einen historischen Fußabdruck zu hinterlassen, ist greifbar, wenn Sie den letzten Abschnitt von Shackleton's legendärem Weg bis zum verlassenen Walfängerdorf Stromness verfolgen. Diese Route führt Sie über den Bergpass hinter Shackleton’s Waterfall und lässt Sie in die Fußstapfen des berühmten Entdeckers treten. Der Weg gleicht einem kleinen Abenteuer, da er durch sumpfiges Gelände, in dem kleine Bäche überquert werden müssen, führt. Expeditionsfeeling pur.
Salisbury Plain, St. Andrews Bay und Gold Harbour: diese außergewöhnlichen Orte stellen ein unvergleichliches Schauspiel dar. Auf den endlosen Stränden beobachten Sie Tausende von Pinguinen, die zu ihren Nistplätzen marschieren. Auch die antarktischen Pelzrobben sind hier zuhause und bilden riesige Kolonien, die für ein einzigartiges Schauspiel sorgen. Im Februar, wenn die Seehund-Jungen gerade ihre ersten Schritte tun, haben Sie mit etwas Glück die Gelegenheit, die verspielten Tiere in der Brandung zu beobachten – ein Moment voller Leben und Freude. Doch nicht nur die Pinguine und Robben sorgen für Begeisterung. Wenn die riesigen Seelefanten zu den Stränden kommen, um sich zu häuten, wird das Bild von unberührter Wildnis perfekt.
Salisbury Plain ist bekannt für eine der größten Königspinguinkolonien Südgeorgiens. Die sanft ansteigenden Ebenen, eingerahmt von den schneebedeckten Hängen der Grace- und Lucas-Gletscher, bieten eine spektakuläre Kulisse für Tierbeobachtungen. Hier drängen sich die brütenden Pinguine mit ihren flauschigen, braunen Küken dicht an dicht, während immer wieder erwachsene Tiere aus dem Meer kommen, um ihre Jungen zu füttern. Neben den Königspinguinen bevölkern auch Skuas und Riesensturmvögel die Ebene, stets auf der Suche nach einer Gelegenheit zum Beutemachen.
St. Andrews Bay beherbergt die größte Pinguinkolonie Südgeorgiens mit über 150.000 Brutpaaren – ein Anblick, der überwältigend ist. Die riesige Kolonie erstreckt sich weit ins Landesinnere, sodass der gesamte Strand von unzähligen Pinguinen bedeckt scheint. Dahinter ragen eindrucksvolle Gletscher auf, die mit ihren bläulich schimmernden Eisformationen eine dramatische Szenerie schaffen. Besonders eindrucksvoll ist das Verhalten der Pinguine: Sie durchqueren in langen Reihen Flussläufe und Lagunen, ein Schauspiel, das an eine unaufhörliche Karawane erinnert.
Gold Harbour, mit seinen goldfarbenen Stränden und dem dahinter aufragenden Bertrab-Gletscher, ist ein Juwel unter Südgeorgiens Anlandungsstellen. Neben den riesigen Königspinguinkolonien sind es hier vor allem die gewaltigen Südlichen See-Elefanten, welche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Diese Kolosse, die mehrere Tonnen wiegen, kommen hierher, um sich zu häuten – ein beeindruckender Anblick. Im Februar und März kann man besonders gut beobachten, wie die jungen See-Elefanten sich spielerisch in den Wellen wälzen. Dazu gesellen sich zahlreiche Seeschwalben, die lautstark über der Szenerie kreisen, während Albatrosse mit ihren riesigen Schwingen über den Wellen gleiten.
Die Szenerie in Gold Harbour verändert sich ständig – das Licht welchselt im Minutentakt, wenn sich Sonnenstrahlen durch die tiefhängenden Wolken brechen und den Bertrab-Gletscher sowie die goldfarbenen Strände in ein magisches Leuchten tauchen. Dies macht die Bucht nicht nur zu einem Paradies für Naturfreunde, sondern auch zu einem Traumziel für Fotografen, welche die wilde Schönheit Südgeorgiens in atemberaubenden Bildern festhalten möchten.
In Grytviken tauchen wir tief in die Geschichte von Südgeorgien ein, mit einem Besuch der verfallenen Walfangstation, die heute glücklicherweise fast vollständig von der Natur zurückerobert wurde. Zwischen den alten Walfanggebäuden watscheln nun Königspinguine, und die großen See-Elefanten nehmen das Gelände in Besitz, als wäre es schon immer ihr Zuhause gewesen. Das South-Georgia-Museum bietet spannende Einblicke in die Geschichte der Insel und ein Besuch an Shackleton’s Grab verleiht diesem Ort eine ganz besondere Bedeutung. Hier spüren Sie die unbändige Verbindung zwischen Mensch und Natur – eine Erinnerung an die Entschlossenheit und den Überlebenswillen des berühmten Entdeckers. Ab dem Nachmittag des 10. Tages fahren wir, je nach den Wetterbedingungen, nach Süden in Richtung der South Orkney Islands. Südgeorgien wird sich uns während der Reise immer wieder in neuen, atemberaubenden Facetten zeigen.
Tag 12: Auf Entdeckungsreise gen Süden: dem Eis entgegen
Ihre Reise führt Sie weiter in den Süden, auf eine Route, die uns durch unberührte Gewässer und weite, eisige Landschaften führt. Auf dem Weg dorthin können wir möglicherweise auf Treibeis treffen, das in unaufhörlicher Bewegung ist und sich wie ein riesiger, schimmernder Teppich über das Meer ausbreitet. Diese eisige Welt wird von den majestätischen Südpolar-Skuas und den wendigen Schneesturmvögeln bevölkert, die uns mit ihrer Eleganz begleiten und das Schiff in Richtung Südpol mit ihren flimmernden Flügeln ansteuern. Es ist ein faszinierendes Schauspiel der Natur, das uns in Staunen versetzen wird. Hier, an der Grenze zwischen Ozean und Eis, erleben wir die rauen, aber wunderschönen Gegebenheiten der Antarktis. Mit etwas Glück können wir sogar Wale erspähen, die in diesen kalten Gewässern nach Nahrung suchen – ihre mächtigen Blasfontänen durchbrechen die Stille der eisigen See. Während unser Schiff weiter gen Süden gleitet, verstärkt sich das Gefühl der Abgeschiedenheit und die unermessliche Weite dieses einzigartigen Teils der Erde wird greifbar.
Tag 13: Shingle Cove - Wildnis der Südlichen Orkney Inseln
Heute erreichen Sie Shingle Cove an der Südküste von Coronation Island, der größten Insel der Südlichen Orkneyinseln. Die abgelegene Bucht empfängt Sie mit einer eindrucksvollen Kulisse aus dunklen Kiesstränden, markanten metamorphen Felsformationen und der rauen Schönheit der antarktischen Wildnis. Ein besonderer Höhepunkt ist die große und lebhafte Kolonie der Adéliepinguine. Beobachten Sie die geschäftigen Tiere, während sie sich zwischen ihren Brutplätzen und der Küste bewegen, miteinander kommunizieren oder neugierig ihre Umgebung erkunden. Ihr lebhaftes Verhalten und die kontrastreiche Landschaft bieten hervorragende Möglichkeiten für ausdrucksstarke Tierporträts und atmosphärische Aufnahmen. Auch zahlreiche Sturmvögel nutzen die geschützten Felsbereiche rund um die Bucht als Nistplätze.
An den Stränden können Sie mit etwas Glück zudem mächtige See-Elefanten und Pelzrobben entdecken, die zwischen den Kieseln ruhen und die abgeschiedene Küste zu einem wichtigen Lebensraum der antarktischen Tierwelt machen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sowohl die Dynamik der Pinguinkolonie als auch die stille Weite der Landschaft fotografisch festzuhalten. Nahaufnahmen der Tiere, die Strukturen der Felsen und weitläufige Panoramen eröffnen vielfältige Perspektiven auf diesen ursprünglichen Ort. Shingle Cove verspricht eindrucksvolle Begegnungen und unvergessliche Einblicke in das facettenreiche Leben der Südlichen Orkneyinseln.
Tag 14-15: Ankunft im Reich des Eises
Heute öffnet sich der Blick auf eine Szenerie von erhabener Schönheit: riesige Eisberge treiben durch das eiskalte Wasser, geformt vom Wind und der Zeit. Antarktis-Sturmvögel gleiten elegant über die Wellen, und mit etwas Glück zeigen sich majestätische Finnwale in der Weite des Südpolarmeers. Diese eindrucksvolle Kulisse markiert den Übergang in eine andere Welt – wild, still und überwältigend. Willkommen am Rand des letzten großen, ungezähmten Kontinents.
Tag 16-18: Zwischen Eis und Inseln – der Norden der Antarktischen Halbinsel
Willkommen in der Antarktis – einer Welt aus eisigen Gipfeln, gewaltigen Gletschern und einer faszinierenden Tierwelt, die Sie augenblicklich in ihren Bann ziehen wird. In den kommenden Tagen richtet sich der Reiseverlauf ganz nach den Launen von Eis, Wind und Wetter. Ihr Expeditionsteam nutzt die bestmöglichen Bedingungen, um Ihnen eindrucksvolle Anlandungen und unvergessliche Begegnungen in einer der entlegensten Regionen unseres Planeten zu ermöglichen. Wenn es die Eisverhältnisse erlauben, nimmt Ihr Schiff Kurs auf das legendäre Weddellmeer. Kolossale Tafeleisberge treiben durch die stille Weite und kündigen auf monumentale Weise Ihre Ankunft an der Ostseite der Antarktischen Halbinsel an. Inmitten dieser archaischen Szenerie liegt Paulet Island, wo Zehntausende Adeliepinguine das karge Land beleben – ein Ort, an dem das Leben trotz aller Widrigkeit pulsiert.
Ein weiteres mögliches Ziel ist Brown Bluff im eisbedeckten Antarctic Sound. Der markante vulkanische Felsen erhebt sich eindrucksvoll über die Küste und könnte Ihnen die besondere Gelegenheit bieten, erstmals den Antarktischen Kontinent zu betreten. Umgeben von einer unberührten Landschaft aus Eis, Schnee und dunklem Vulkangestein wird dieser Moment zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse Ihrer Reise.
Sollten Eis oder Wetter eine Passage von Osten in das Weddellmeer verhindern, nimmt Ihr Schiff Kurs auf Elephant Island und anschließend auf die Bransfield Strait, die zwischen den Südlichen Shetlandinseln und der Antarktischen Halbinsel verläuft. Auch diese alternative Route eröffnet Ihnen eine überwältigende Welt aus zerklüfteten Küsten, schneebedeckten Gipfeln und mächtigen Gletschern. Die vulkanisch geprägten Südlichen Shetlandinseln sind windumtost und häufig in geheimnisvollen Nebel gehüllt. Gerade diese raue Atmosphäre verleiht ihnen ihren besonderen Reiz. Zwischen dunklem Gestein und kargen Hängen gedeihen Moose, Flechten und blühende Gräser. Esel- und Zügelpinguine bevölkern die Küsten, während Südliche Riesensturmvögel über der Landschaft kreisen. Auf Half Moon Island können Sie mit etwas Glück Zügelpinguine beobachten, die sich über die felsigen Hänge und entlang der Küste bewegen. Auch Weddellrobben ruhen häufig am Strand nahe der argentinischen Forschungsstation Cámara-Base. Die Verbindung aus antarktischer Tierwelt, dramatischen Bergkulissen und den farbigen Gebäuden der Station macht die sichelförmige Insel zu einem besonders reizvollen Expeditionsziel.
Ein weiterer möglicher Höhepunkt ist Deception Island. Durch die schmale Einfahrt von Neptune’s Bellows gelangt Ihr Schiff in die überflutete Caldera dieses noch immer aktiven Vulkans. In Whalers Bay zeugen die Überreste einer verlassenen Walfangstation von einem bewegten Kapitel der antarktischen Geschichte. Heute haben zahlreiche Seevögel die Ruinen für sich eingenommen: Tausende Kapsturmvögel, Dominikanermöwen, Braun- und Südpolarskuas sowie Antarktische Seeschwalben sind hier anzutreffen. Auch Buntfuß-Sturmschwalben und Schwarzbauch-Meerläufer nutzen die alten Gebäude als Nistplätze. Alternativ können Sie die eindrucksvolle Vulkanlandschaft rund um Telefon Bay im Inneren der Caldera erkunden.
Der längere Reiseverlauf eröffnet Ihnen zudem die Möglichkeit, weiter entlang der eisigen Westküste der Antarktischen Halbinsel vorzudringen. Hier bieten sich verschiedene Gelegenheiten für eindrucksvolle Anlandungen und vielleicht einen weiteren Schritt auf den Antarktischen Kontinent. Schneebedeckte Gipfel ragen über das Meer, während gigantische Gletscher mit donnerndem Krachen ins Wasser kalben. In dieser überwältigenden Landschaft können Ihnen Eselspinguine, Seeleoparden und Weddellrobben begegnen. Auch Buckel- und Zwergwale werden in diesen Gewässern regelmäßig gesichtet. Die spektakuläre Szenerie begleitet Sie durch die Bransfield Strait und – sofern es die Bedingungen erlauben – weiter südlich in die berühmte Gerlache Strait. Zwischen spiegelnden Wasserflächen, gewaltigen Eisformationen und zerklüfteten Bergketten erleben Sie die Antarktis in ihrer ganzen Ursprünglichkeit. Wann Ihr Schiff schließlich Kurs auf die Drake Passage nimmt, bestimmen die aktuellen Wetter- und Seebedingungen – denn hier gibt allein die Natur den Rhythmus der Reise vor.
Tag 19-20: Ein letzter Blick auf die Weiten der Drake-Passage
Die Rückreise durch die Drake-Passage wird genauso spannend wie die Hinreise. Während wir uns wieder in Richtung Norden bewegen, begleiten uns erneut unzählige Seevögel. Diesmal erscheinen sie uns fast wie alte Bekannte, die uns schon auf unserem Weg nach Süden begrüßt haben. Ihr zügiges Gleiten über das Wasser, der vertraute Ruf der Sturmtaucher und die anmutige Flugbahn der Albatrosse erinnern uns an all die atemberaubenden Erlebnisse und unvergesslichen Begegnungen der letzten Wochen. Doch auch die Rückfahrt hat ihren eigenen Zauber: der Blick zurück auf das, was wir gesehen und erlebt haben und der gedankliche Abschied von der ungezähmten Schönheit, die wir in der Antarktis so intensiv erfahren durften.
Tag 21: Ushuaia / Abschied vom Ende der Welt / Erinnerungen für die Ewigkeit
Jedes große Abenteuer erreicht irgendwann seinen Höhepunkt – und auch dieses unvergessliche Erlebnis neigt sich dem Ende zu. Die atemberaubende Reise durch die Antarktis führt uns schließlich nach Ushuaia, dem südlichsten Punkt Südamerikas. Hier, im lebhaften Hafen der „Stadt am Ende der Welt“, verabschieden wir uns von einem Ort, der uns mit seiner rauen Schönheit tief beeindruckt hat. Doch während wir von Bord gehen, begleiten uns nicht nur die frische, salzige Luft, sondern auch all die Erinnerungen, die uns noch lange erhalten bleiben – an majestätische Eislandschaften, faszinierende Tierbegegnungen und die unvergessliche Magie der Antarktis. Denn so wie uns jedes Abenteuer verändert, so wird uns auch dieses Erlebnis für immer prägen – mit Erinnerungen, die wir an jedem Ort mit uns tragen, wo auch immer uns das nächste Abenteuer hinführt.
Hinweis: Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer Orientierung. Das Reiseprogramm kann durch den Einfluss lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtung reagieren zu können. Der Expeditionsleiter an Bord bestimmt die endgültige Reiseroute. In Reiserouten können Orte genannt werden, für deren Landung eine Genehmigung erforderlich ist, die von den zuständigen nationalen Behörden erteilt werden muss. Eine solche Genehmigung ist vor der Veröffentlichung dieser Routen nicht gewährt. Flexibilität ist von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter.
Tierbeobachtungen: Die auf dieser Reise beschriebenen Tierbeobachtungen können nicht garantiert werden. Es handelt sich um intensive Naturerlebnisse mit freilebenden, wilden Tieren, deren Verhalten nicht zu 100% vorhersagbar ist. Im unwahrscheinlichen Fall keiner Sichtung ist dennoch keine Reisepreis-Erstattung möglich. Wir setzen jedoch all unsere Erfahrungen und Kenntnisse ein, um bestmögliche Sichtungschancen zu erreichen.